18. Mai 2017 Diskussion/Vortrag Gedenkort Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz

Information

Veranstaltungsort

Hansa48
Hansastraße 48
24118 Kiel

Zeit

18.05.2017, 19:30 - 21:30 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein

Themenbereiche

Geschichte, International / Transnational

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Veranstaltung am Do, 18.5., 19:30 Uhr, Hansastr. 48, Holzraum
"Wie entstand das Hamburger Deserteursdenkmal?"
mit René Senenko, Sprecher "Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal und Aktivist bei der Willi-Bredel-Gesellschaft, Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg.

Im November 2015 wurde in Hamburg am Dammtordamm der "Gedenkort Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz" eingeweiht. Das Hamburger Bündnis für ein Deserteursdenkmal setzte sich seit seiner Gründung 2010 für eine Umgestaltung des landläufig Kriegsklotz genannten Ehrenmals von 1936 ein. Durch Lesungen, Konzerte, künstlerische Umgestaltungen, Transparentaktionen und anderen Aktivitäten gelang es, zum einen die Erinnerung an "Fahnenflüchtige" und "Wehrkraftzersetzer" des zweiten Weltkrieges – die meisten wurden infolgedessen von Militärangehörigen hingerichtet – zu verankern. Ebenso konnte das bis zum heutigen Tag Fehlen einer Entschädigung der überlebenden Verurteilten oder deren Angehörigen ins öffentliche Bewusstsein geholt werden. Schließlich ging mit den Debatten die Aktualität der Kriegsverweigerung einher: denn Deutschland führt Krieg, wieder töten deutsche Soldaten, und der Aufruf zur Verweigerung der Teilnahme an Kriegen ist gerade heute aktuell.

Rene Senenko wird mit Bildern in einem etwa 45 minütigen Vortrag über die Aktivitäten und den Auswirkungen des Bündnisses Hamburger Deserteursdenkmal berichten. Im ausgeführten Entwurf des Künstler Volker Lang gelang es, einen Erinnerungsort für die Opfer der NS-Militärjustiz zu installieren, indem die miltärische Botschaft des weiterhin existierenden Kriegsklotzes gebrochen wurde.

Wir möchten in der anschließenden Diskussion auch eine kritische Auseinandersetzung mit den zahlreichen kriegsverherrlichenden Denkmälern in Kiel anstoßen und uns Inspiration holen für eine mögliche Umgestaltung zum Beispiel der militaristischen Denkmäler im Schlossgarten.

Veranstalter: Kieler Initiative Antikriegsdenkmal in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der IL-Kiel.

 

 

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